Schwäbische Obstarche - Jungbaumschule

Die Schwäbische ObstArche Fils Alb

Die Schwäbische ObstArche – Jungbaumschule ist ein zentrales Element des Gesamtprojekts Schwäbische ObstArche Fils-Alb, das sich dem Erhalt alter, seltener und regionaler Obstsorten sowie dem Schutz der ökologisch wertvollen Streuobstwiesen verschrieben hat.

Ursprünglich wurden die alten Sorten über externe Baumschulen veredelt. Seit 2020 übernimmt die ObstArche die Veredelung selbst, um flexibler auf Sorten, Unterlagen und Standortansprüche einzugehen. Die Jungbäume werden möglichst früh (1–2-jährig) an ihren endgültigen Standort gepflanzt, um eine bessere Wurzelentwicklung und Standortanpassung zu fördern.

In der Baumschule (Stand Februar 2025) befinden sich ca. 1.000 Jungbäume in Aufzucht. Die Edelreiser stammen u.a. von Sortenerhaltungsgärten und zertifizierten Edelreiserbörsen aus ganz Europa. Die ObstArche verwendet sowohl klassische Unterlagen (z.B. Bittenfelder, Kirchensaller), als auch eigene kräftige Sämlinge, um die Biodiversität unterirdisch (Wurzelraum) zu erweitern.

Erhalt und Vermehrung historischer Sorten (u.a. Luikenapfel und seine Varianten). Aufzucht robuster Bäume für den Klimawandel („Methusalem“-Bäume). Forschungsprojekte mit Fokus auf alternative Unterlagen und klimaresiliente Sämlinge. Pflanzung nach agroforstlichen und syntropischen Prinzipien.

Die Jungbaumschule ist essenziell für die Nachpflanzung der inzwischen über 1.200 Obstbäume im Oberen Filstal und auf der Alb. Sie stellt die Basis für die Sortenerhaltungsstrategie, Weitergabe von Pfropfreisern und die Streuobstpädagogik. Die Pflanzen finden u.a. auch auf neuen Projektflächen wie denen der Autobahn GmbH Südwest Platz.